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Gebäudebestand · Schleswig-Holstein

Wie Schleswig-Holstein gebaut istGebäudehöhen und Dachformen der 845.705 Wohngebäude — ausgewertet aus dem amtlichen 3D-Gebäudemodell des Landes

Datenstand
2023–2025
Quelle
LoD2 · CityGML
Kacheln
13.804 von 13.804
Lizenz
CC BY 4.0

Höhenverteilung als Grafik: Die häufigste Höhenklasse ist 8–10 m, die typische Höhe (Median) liegt bei 8,1 m. Alle Werte stehen im Abschnitt zur Höhenverteilung als Zahlen.

Jede Häuserreihe ist eine Zwei-Meter-Klasse: Die Breite zeigt ihren Anteil, die Höhe die reale Gebäudehöhe. Die oberste Klasse ist offen — sie enthält alles ab 20 Metern.
Wohngebäude845.705von 1.878.242 Gebäuden
Typische Höhe8,1 mMedian über ganz Schleswig-Holstein
Häufigste Höhe8–10 mstärkste Zwei-Meter-Klasse
Anteil Wohngebäude45,0 %am Gebäudebestand

10 große Städte im Vergleich

Sortiert nach der Anzahl der Wohngebäude. Der Punkt zeigt die typische Höhe — den Median, also die Höhe, die je zur Hälfte unter- und überschritten wird. Die gelbe Linie markiert den Landeswert.

Wie gleichmäßig hoch eine Stadt gebaut ist, sagt die typische Höhe allein nicht — dafür steht auf jeder Stadtseite die Höhenvielfalt. Die Pole unter allen 1.112 bewerteten Gemeinden:

So breit ist die Spanne, in der die Hälfte der Wohnhäuser steht
Lanzegrößte Höhenvielfaltvon 3,5 m bis 8,4 m
Sachsenwaldeinheitlichste Gemeinde0,0 m Spanne

Höhenverteilung in Schleswig-Holstein

Die 845.705 erfassten Wohngebäude in Schleswig-Holstein, in Zwei-Meter-Klassen. Die oberste Klasse ist offen — sie enthält alles ab 20 Metern.

  • 0–2 m: 0,1 %
  • 2–4 m: 4,3 %
  • 4–6 m: 9,3 %
  • 6–8 m: 34,5 %
  • 8–10 m: 39,0 %
  • 10–12 m: 7,8 %
  • 12–14 m: 2,7 %
  • 14–16 m: 1,1 %
  • 16–18 m: 0,5 %
  • 18–20 m: 0,3 %
  • ab 20 m: 0,4 %
0–2 m
0,1 %
2–4 m
4,3 %
4–6 m
9,3 %
6–8 m
34,5 %
8–10 m
39,0 %
10–12 m
7,8 %
12–14 m
2,7 %
14–16 m
1,1 %
16–18 m
0,5 %
18–20 m
0,3 %
ab 20 m
0,4 %

Dachformen in Schleswig-Holstein

Anteil an allen Wohngebäuden. Mit 67,2 % trägt fast jedes zweite Haus ein Satteldach — es ist mit Abstand die häufigste Form. Mischform ist dabei ein eigener amtlicher Schlüssel für Dächer, die sich keiner Grundform zuordnen lassen, keine Bauform im üblichen Sinn.

  • Satteldach67,2 %
  • Walmdach15,4 %
  • Flachdach10,0 %
  • Pultdach6,3 %
  • Zeltdach0,9 %
  • Turmdach0,1 %
  • Mansarddach0,1 %
  • Mischform0,1 %

Die Dachform unterscheidet Orte schwächer als die Höhe: Über die 15 Kreise und kreisfreien Städte schwankt der Satteldachanteil um 11,6 Prozentpunkte, während die Höhenstreuung im selben Vergleich um das 2,2-Fache auseinandergeht. Die Dachform steht hier als Bestandsangabe, nicht als Unterscheidungsmerkmal.

Was außer Wohnhäusern im Datensatz steht

Das Gebäudemodell kennt 1.878.242 Gebäude. Nur 45,0 % davon sind Wohngebäude — alle Zahlen oben beziehen sich ausschließlich auf diese. Warum das nötig ist, zeigt der Vergleich: Übrige Gebäudearten sind die zweitgrößte Gruppe und drücken jeden ungefilterten Mittelwert nach unten.

Gemischt genutzte Gebäude stehen mit in der Liste, zählen aber nicht in die Auswertung — sie sind die bekannte Grenze aus dem Methodenteil. Die Zeile steht hier, damit sich nachsehen lässt, wie groß diese Lücke vor Ort tatsächlich ist.

  • Wohngebäude45,0 %
  • Garagen / Parkbauten15,2 %
  • Gemischt genutzt0,5 %
  • Übrige39,3 %
  • WohngebäudeSchlüssel 1000
    845.70545,0 %
    Median 8,1 mmeist Satteldach (67,1 %)
  • Garagen und ParkbautenSchlüssel 2460
    285.34015,2 %
    Median 3,0 mmeist Flachdach (49,6 %)
  • Gemischt genutztes Gebäude mit WohnenSchlüssel 1100
    8.6380,5 %
    Median 10,2 mmeist Satteldach (46,6 %)
  • Übrige Gebäudearten
    738.55939,3 %
    gemischte Höhenmeist Flachdach (34,2 %)

Die Bezeichnungen zu den Schlüsseln 1000 und 2000 stammen aus dem ALKIS-Objektartenkatalog. 2460 ist ein Gruppenschlüssel, den die von uns geprüften Kataloge (Rheinland-Pfalz, Bayern) und die NRW-Datenformatbeschreibung nicht als Einzelwert führen — belegt sind seine Mitglieder Parkhaus, Parkdeck, Garage und Tiefgarage; die Bezeichnung hier ist entsprechend beschreibend, nicht amtlich zitiert. Die übrigen Gruppenschlüssel lassen sich aus den veröffentlichten Katalogen nicht auflösen und stehen deshalb ohne eigene Bezeichnung in der Sammelzeile, statt unter einem geratenen Namen.

Methode und DatengrundlageGebäudeauswahl, bekannte Grenzen und Plausibilitätsprüfung
Datensatz
Amtliches 3D-Gebäudemodell LoD2 (CityGML). Ausgewertet wurden 13.804 der 13.804 Kacheln für Schleswig-Holstein.
Gebäudeauswahl
Nur Objekte der ALKIS-Objektart 31001 (Gebäude) mit einer Gebäudefunktion der Wohngebäude-Gruppe (31001_1000 bis 1099 — je nach Land als Gruppen- oder Detailcode vergeben). Garagen, Überdachungen, Gewerbe- und Nebengebäude sind ausgeschlossen — sie stellen die Mehrheit der Objekte und würden jede Aussage über Wohnbebauung verzerren.
Höhe
measuredHeight aus dem Modell, gemessen vom tiefsten Punkt der Grundfläche bis zum höchsten Punkt des Daches. Am Hang fällt dieser Wert höher aus als in der Ebene — bei gleichem Haus. In topografisch bewegten Orten ist ein Teil der Höhenstreuung deshalb Gelände, nicht Bebauung. Der Wert ist ein Modellwert und nicht die Gebäudehöhe im Sinne der Landesbauordnung; für Bauanträge oder Bewertungen ist er nicht geeignet.
Plausibilität
Die amtliche Baustatistik weist 847.983 Wohngebäude aus (Statistikamt Nord, Fortschreibung GWZ 2011, Stand 31.12.2023). Diese Auswertung kommt auf 845.705 — eine Abweichung von -0,3 Prozent, erklärbar durch die unterschiedlichen Definitionen von Kataster und Baustatistik.

Datengrundlage: 3D-Gebäudemodell LoD2 (CityGML). © GeoBasis-DE/LVermGeo SH 2026, CC BY 4.0 [bearbeitet], Lizenztext: creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de Quelle beim Bereitsteller. Die hier gezeigten Werte sind eine Auswertung von briven: gefiltert nach Gebäudefunktion, je Gemeinde aggregiert und gerundet. Für die Aggregation trägt briven die Verantwortung, nicht der Datenbereitsteller.